Mineralstoffe & Co – Brauchen wir wirklich all diese Nahrungsergänzungs...


Warum „mehr“ nicht automatisch „besser“ ist

Supplemente werden oft in bester Absicht eingenommen. Doch ohne Kenntnis der eigenen Werte kann gut gemeinte Unterstützung schnell zu neuen Ungleichgewichten führen.

Zink
Ein Zuviel an Zink kann die Kupferaufnahme blockieren und dadurch neue Mangelzustände verursachen.

Vitamin D
Bei dauerhafter Überdosierung kann es zu unerwünschten Calciumablagerungen in Gelenken, Gefäßen oder Nieren kommen.

Jod
Ohne vorherige Abklärung der Schilddrüsenfunktion kann Jod empfindliche Systeme überreizen.

Selen
Häufig zur „Immunstärkung“ verwendet, kann es bei Überdosierung nervenschädigend wirken.

Magnesium
Nicht nur Durchfall, sondern auch Mineralstoffverschiebungen können bei falscher Dosierung oder Kombination auftreten.

Grundregel: Nahrungsergänzungsmittel sollten gezielt und informiert eingesetzt werden – nicht aus Trend oder Unsicherheit heraus.


Wichtige Mineralstoffe im Überblick

Bestimmte Mikronährstoffe spielen eine zentrale Rolle im Stoffwechsel. Ein Blick auf ihre Funktionen hilft, den eigenen Bedarf besser einzuordnen:

Magnesium
Unterstützt Muskel- und Nervenfunktion sowie die Energieproduktion. Ein erhöhter Bedarf kann bei Stress, Muskelkrämpfen oder unruhigem Schlaf auftreten.

Zink
Beteiligt am Immunsystem, an Hautprozessen und an hormonellen Abläufen. Auffällig wird ein möglicher Mangel bei Infektanfälligkeit, Hautproblemen oder Haarausfall.

Eisen
Wichtig für den Sauerstofftransport und die Energieversorgung. Müdigkeit, Blässe oder starker Blutverlust können Hinweise auf einen Bedarf sein.

Selen
Relevant für Zellschutz, Schilddrüsenfunktion und Immunsystem. Besonders bei Schilddrüsenthematiken kann eine Kontrolle sinnvoll sein.

Calcium
Essentiell für Knochen, Nerven und Muskelkontraktion. Ein Thema vor allem bei erhöhter Osteoporosegefahr.

Weitere Spurenelemente wie Kalium, Jod, Chrom, Mangan, Molybdän, Kupfer, Bor, Silizium und Vanadium unterstützen vielfältige Enzym- und Regulationsprozesse im Körper.


Mein Praxistipp: Messen statt raten

Ein regelmäßiges Blutbild mit Mikronährstoffprofil schafft Klarheit. Nicht, um Sorgen zu erzeugen – sondern um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.

Nicht jedes Ziepen bedeutet einen Mangel. Und nicht jede Müdigkeit lässt sich mit Vitaminpräparaten lösen. Ein gezielter Ansatz auf Basis realer Werte ist deutlich sinnvoller als blindes Supplementieren nach Gefühl oder Trend.


Was der Körper meist zuerst braucht

Bevor Nahrungsergänzungsmittel ins Spiel kommen, lohnt sich ein Blick auf die Grundlagen:

Echte Lebensmittel
Vollwertige, möglichst unverarbeitete Nahrung liefert natürliche Nährstoffe in ausgewogener Form und hoher Bioverfügbarkeit.

Bewegung, Licht und frische Luft
Regelmäßige Aktivität im Freien unterstützt Stoffwechselprozesse und die körpereigene Vitamin-D-Produktion.

Pausen und Regeneration
Schlaf und Erholung sind entscheidend für die Selbstregulation des Organismus.

Gezielte Unterstützung
In bestimmten Situationen kann ein abgestimmter Impuls sinnvoll sein – aber immer individuell und kontrolliert.


Persönliche Beratung

Wenn du deinen individuellen Nährstoffbedarf genauer verstehen möchtest, begleite ich dich gerne. Eine personalisierte Beratung hilft, gezielt die Nährstoffe zu identifizieren, die dein Körper wirklich benötigt – statt auf Verdacht zu supplementieren.

Sabine Jechow
Praxis für ganzheitliche Gesundheit

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