Ein erstrebenswertes Lebensziel
Die Frage nach dem Sinn des Lebens begleitet die Menschheit seit jeher. Und
vielleicht ist genau das ihre größte Stärke – dass sie offen bleibt.
Denn so sehr wir auch suchen: Eine Antwort, die für alle Menschen gleichermaßen
gilt, wird es vermutlich nie geben.
Manche finden Halt im Glauben, andere in Spiritualität oder innerer
Erfahrung. Wieder andere betrachten das Leben nüchtern, pragmatisch, ohne einen
größeren Rahmen. Keine dieser Sichtweisen ist richtig oder falsch. Am Ende
entscheidet jeder Mensch für sich, woran er glauben möchte – und was dem
eigenen Leben Bedeutung verleiht.
Unterschiedliche Antworten auf diese Frage sollten uns nicht trennen.
Solange wir nicht sicher wissen, was „die eine Wahrheit“ ist, gibt es keinen
Grund, sie gegeneinander zu verteidigen. Schon gar nicht mit Härte, Abwertung
oder Gewalt.
Warum ist mir das wichtig?
Weil wir eines mit gutem Gewissen festhalten können:
Es gibt keinen allgemein definierbaren Sinn des Lebens, der alle
zufriedenstellt.
Doch das bedeutet nicht, dass wir orientierungslos sind.
Auch wenn wir nicht genau wissen, warum wir hier sind, können wir
entscheiden, wie wir hier sein wollen.
Dieses Thema ist mir eine Herzensangelegenheit.
Nicht, weil ich Antworten liefern möchte – sondern Impulse.
Im Alltag sind wir oft so sehr mit uns selbst beschäftigt, dass wir den
Blick für das Ganze verlieren. Wir funktionieren, organisieren, reagieren. Und
vergessen dabei, wie kraftvoll, lebendig und zugleich verletzlich die Welt um
uns herum ist.
Wenn jeder nur noch aus seiner eigenen Perspektive handelt, gerät das
Gleichgewicht ins Wanken – innerlich wie äußerlich.
Wir schreiben das Jahr 2026.
Die Welt steht vor großen Herausforderungen: ökologische Krisen,
gesellschaftliche Spannungen, politische Unsicherheiten, wirtschaftliche
Instabilität. Vieles fühlt sich fragil an, manches bedrohlich. Und ja – das
kann überfordern.
Doch genau hier beginnt Persönlichkeitsentwicklung.
Nicht im Rückzug.
Nicht im Warten.
Sondern in der Übernahme von Verantwortung.
Verantwortung bedeutet nicht, die Last der Welt allein tragen zu müssen.
Verantwortung beginnt im eigenen Einflussbereich.
Wie gehe ich mit mir um?
Wie begegne ich anderen Menschen?
Welche Entscheidungen treffe ich – bewusst oder unbewusst?
Wenn jeder Mensch Verantwortung für sein Denken, Handeln und Wirken
übernimmt, verändert sich mehr, als wir oft glauben. Einfluss entsteht nicht
durch Macht oder Lautstärke, sondern durch Haltung.
Wir wissen nicht, warum wir auf dieser Erde sind.
Aber wenn wir hier sind, dann dürfen wir versuchen, friedlich, erfüllt und
im Einklang zu leben – mit uns selbst, mit anderen und mit der Natur.
Warten wir nicht darauf, dass „die da oben“ alles regeln.
Diese Haltung der Passivität hat uns genau an den Punkt geführt, an dem wir
heute stehen.
Wenn wir ein anderes Morgen wollen – für uns, für unsere Kinder und für
kommende Generationen – dann beginnt dieses Morgen heute. In kleinen
Entscheidungen. In bewusstem Handeln. In gelebter Verantwortung.
Richten Sie Ihr Leben darauf aus, so viel Gutes wie möglich zu bewirken.
Nicht perfekt. Aber ehrlich.
Pflegen Sie einen respektvollen, offenen Austausch.
Seien Sie freundlich – nicht naiv, sondern klar.
Gehen Sie achtsam mit Ressourcen um und hinterlassen Sie einen sauberen
Fußabdruck – innerlich wie äußerlich.
Teilen Sie Wissen.
Denken Sie nachhaltig.
Und betrachten Sie die Welt nicht als Gegner, sondern als gemeinsames Projekt.
Ja, es wird Menschen geben, die nicht mitgehen.
Es wird Widerstände geben. Missverständnisse. Gegenwind.
Lassen Sie sich davon nicht abbringen.
Tun Sie es aus Überzeugung.
Tun Sie es, weil es sich für Sie stimmig anfühlt.
Tun Sie es für die, die nach Ihnen kommen.
Viel Geld zu verdienen ist kein Lebensziel.
Der reichste Mensch auf dem Friedhof zu sein, erfüllt niemanden.😉
Doch eines Tages zurückblicken zu können – mit dem Gefühl, etwas
beigetragen zu haben – das ist wertvoll.
Eine bessere Welt zu Ihrem inneren Maßstab zu machen, ist Ausdruck von
Charakter, Weitsicht und echter Verantwortung.
Und wenn Sie bereit sind, Verantwortung für das Ganze zu übernehmen,
dann ganz sicher auch für sich selbst.

